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Google-Ads-Agentur wechseln: B2B-Checkliste
Google-Ads-Agentur wechseln? Prüfe Konto, Zugriffe, Conversion-Tracking und Abrechnung. Mit Übergabe-Checkliste für B2B-Unternehmen.

Wenn du deine Google-Ads-Agentur wechseln möchtest, sollten zuerst Konto, Zugriffe, Messung und Abrechnung geklärt sein. Ein Wechsel bedeutet nicht automatisch, dass du deine Kampagnen neu aufbauen musst. Entscheidend ist, dass das bestehende Kundenkonto zugänglich bleibt und die neue Betreuung seine Abhängigkeiten kennt.
Für B2B-Unternehmen gehört außerdem der Vertrieb zur Übergabe: Welche Anfragen passen zu eurem Angebot, wie werden sie bewertet und wann entsteht daraus ein Auftrag? Eine andere Agentur hilft wenig, wenn diese Fragen offen bleiben.
Wann ist ein Agenturwechsel sinnvoll?
Ein Wechsel kann sinnvoll sein, wenn vereinbarte Aufgaben dauerhaft liegen bleiben, du Entscheidungen nicht nachvollziehen kannst oder die Betreuung trotz Rückmeldungen an den Geschäftszielen vorbeigeht. Halte konkrete Beispiele fest: Welche Aufgabe wurde vereinbart, was fehlt und welche Auswirkung hat das?
Eine schwache Woche allein reicht für die Entscheidung selten aus. Im B2B können Abschlüsse deutlich später entstehen als die erste Anfrage. Prüfe deshalb auch Angebot, Zielseite, Messung und Vertriebsrückmeldung. Wenige gemessene Conversions machen einen Suchbegriff nicht automatisch ungeeignet; Kaufabsicht, Datenmenge und Vertriebszyklus gehören zur Bewertung.
Wenn du die Ursachen noch nicht auseinanderhalten kannst, hilft zunächst eine Bestandsaufnahme. Unser Leitfaden zum Google-Ads-Audit für B2B zeigt, wie du Konto und Geschäftsziel gemeinsam prüfst. Daraus kann ein Wechsel entstehen, aber auch eine klarere Zusammenarbeit mit der bisherigen Betreuung.
Muss beim Wechsel ein neues Google-Ads-Konto entstehen?
Ein bestehendes Google-Ads-Kundenkonto kann mit dem Verwaltungskonto einer neuen Agentur verknüpft werden. Google beschreibt, dass das Kundenkonto und sein Verlauf dabei bestehen bleiben. Auch bisherige Nutzer behalten ihre Berechtigungen. Die Verknüpfung allein gibt dem neuen Verwaltungskonto noch keinen Administratorzugriff; dieser muss gesondert im Kundenkonto freigegeben werden. Google erläutert die Verknüpfung bestehender Konten.
Klärt deshalb zuerst, ob beide Agenturen von demselben Kundenkonto sprechen. Notiere die Kundennummer und lass dir die bestehende Kontostruktur zeigen. Ein neu angelegtes Konto ist eine andere Ausgangslage als eine neue Verwaltung desselben Kontos. Lass dir begründen, warum ein Neuaufbau nötig sein soll, bevor du ihm zustimmst.
Übergabe-Checkliste für dein B2B-Unternehmen
1. Direkten Zugriff und Verantwortliche klären
Prüfe, welcher Nutzer aus deinem Unternehmen Administratorzugriff auf das Kundenkonto besitzt und ob dieser Zugriff tatsächlich funktioniert. Halte außerdem fest, welche Agentur über ein Verwaltungskonto verbunden ist und welche Personen direkt im Konto eingeladen sind.
Vergib passende Rechte über individuelle Google-Konten statt gemeinsame Passwörter weiterzugeben. Google empfiehlt getrennte Anmeldungen und Rechte, die zur jeweiligen Aufgabe passen. Eine reine Prüfung erfordert nicht automatisch dieselben Befugnisse wie laufende Verwaltung. Die Google-Empfehlungen zum Kontozugriff helfen bei dieser Trennung.
Dokumentiere daneben die Verantwortlichen für Website, Tag-Verwaltung und Vertriebsdaten. Ein funktionierender Ads-Zugang bedeutet noch nicht, dass die neue Betreuung eine Zielseite ändern oder einen Messfehler beheben kann.
2. Kampagnenstand und B2B-Ziele dokumentieren
Die neue Betreuung braucht den aktuellen Stand und die Gründe hinter wichtigen Entscheidungen. Eine Übergabeliste sollte enthalten:
- Priorisierte Leistungen, Zielunternehmen und relevante Regionen.
- Aktive Kampagnen, Budgets, Gebotsziele und wesentliche Änderungen.
- Anzeigen, Zielseiten und gemeinsam verwendete Ressourcen wie Ausschlusslisten.
- Laufende Tests, offene Fehler und ausstehende Freigaben.
- Definitionen für Anfrage, qualifizierten Lead, Angebot und gewonnenen Auftrag.
Ergänze zu jeder Aufgabe eine verantwortliche Person und den nächsten Prüfschritt. Bei langen Vertriebszyklen sollte außerdem klar sein, welche noch offenen Anfragen aus früheren Kampagnen später bewertet werden. Sonst wird die neue Betreuung an Zahlen gemessen, deren Entstehung sie nicht kennt.
3. Conversion-Tracking und geteilte Zielgruppen prüfen
Klärt, ob Conversion-Aktionen im Kundenkonto liegen oder aus einem Verwaltungskonto verwendet werden. Beim Aufheben einer Verknüpfung kann kontoübergreifendes Conversion-Tracking für neue Klicks ausfallen. Auch freigegebene Remarketing-Listen können ihre Verfügbarkeit verlieren. Diese Folgen beschreibt Google in der Hilfe zu aufgehobenen Kontoverknüpfungen.
Bei einer nötigen Tracking-Umstellung müssen die passenden Tags und Zielvorhaben vorbereitet sein. Alte Tags sollten nicht pauschal beim Wechsel gelöscht werden: Google beschreibt für Umstellungen die Berücksichtigung des jeweiligen Conversion-Zeitraums. Der Leitfaden zum kontoübergreifenden Conversion-Tracking erläutert die Voraussetzungen.
Für B2B gehört zur Prüfung auch die Rückmeldung aus dem Vertrieb. Wer übermittelt qualifizierte Anfragen oder Abschlüsse, und nach welcher Definition? Halte den Datenweg und die Zuständigkeit fest. So bleibt erkennbar, ob nach der Übergabe weniger Nachfrage entsteht oder lediglich eine Messung fehlt.
4. Abrechnung vor dem Trennen der Konten prüfen
Wer bezahlt das Werbebudget an Google, welches Zahlungsverwaltungskonto ist beteiligt und wer bearbeitet Abrechnungsfragen? Trenne diese Punkte von der Rechnung für die Agenturleistung.
Besonders relevant ist die monatliche Rechnungsstellung im Google-Ads-Konto. Wird dabei das zuständige Zahlungsverwaltungskonto getrennt, können Anzeigen nicht mehr ausgeliefert werden. Die neue Abrechnungseinrichtung muss deshalb vorher geklärt sein. Google erklärt diesen Zusammenhang bei Änderungen des Verwaltungskontos.
Plane die Übergabe anhand der tatsächlichen Abrechnungskonfiguration. Eine pauschale Zusage, dass jeder Wechsel ohne Unterbrechung abläuft, ersetzt diese Prüfung nicht.
5. Übergabetermin und Zuständigkeiten vereinbaren
Prüfe eure vereinbarten Vertragsfristen und lege fest, ab wann die neue Betreuung Änderungen freigeben darf. Die bisherige und die neue Agentur sollten wissen, wer bis zu welchem Termin für Kampagnen, Budgets und offene Aufgaben verantwortlich ist.
Trenne die technische Übergabe vom anschließenden Optimierungsplan. Zuerst müssen Zugriffe, Messung und Abrechnung funktionieren. Danach lassen sich Verbesserungen nach Wirkung priorisieren. Wenn noch unklar ist, wer strategische Entscheidungen trifft und wer sie umsetzt, hilft die Einordnung von Marketing Consulting und Full Service.
Erst nach der vereinbarten Übergabe werden nicht mehr benötigte Zugriffe entfernt. Prüfe dafür sowohl Verwaltungskonten als auch direkt eingeladene Nutzer. Google behandelt die Verwaltung individueller Nutzerrechte in einer eigenen Anleitung zum Kontozugriff.
Was sollte nach der Übergabe zuerst geprüft werden?
Beginne mit der Funktionskontrolle: Werden Anzeigen ausgeliefert, stimmt das vereinbarte Budget und kommen gemessene Anfragen im richtigen System an? Vergleiche dann die Entwicklung mit einem dokumentierten Ausgangszeitraum und berücksichtige bereits bekannte Schwankungen.
Ändere nicht ohne begründeten Plan gleichzeitig Gebotsstrategie, Conversion-Ziele, Kampagnenstruktur und Zielseiten. Sonst wird die Ursache einer Veränderung schwer nachvollziehbar. Google weist darauf hin, dass neue oder veränderte automatische Gebotsstrategien eine Lernphase durchlaufen können. Ihre Dauer hängt unter anderem von Conversion-Menge und Conversion-Zyklus ab. Die Google-Hilfe erklärt die Einflussfaktoren der Lernphase.
Vereinbart für die neue Zusammenarbeit, wann Marketing und Vertrieb die Anfragequalität besprechen. Ein regelmäßiger Abgleich von passenden Unternehmen, Angeboten und Abschlüssen ist aussagekräftiger als ein Vergleich der Klickzahlen allein.
Was tun, wenn dir der Administratorzugriff fehlt?
Bitte zunächst einen vorhandenen Administrator, den nötigen Zugriff zu vergeben. Wenn kein erreichbarer Administrator mehr vorhanden ist, beschreibt Google einen Weg zur Anforderung des Kontozugriffs. Dabei wird die Kontoinhaberschaft geprüft; die Freigabe ist nicht automatisch garantiert. Nutze dafür die offizielle Google-Hilfe bei fehlendem Kontozugriff.
Ein Screenshot oder ein regelmäßiger Bericht ersetzt keinen eigenen Kontozugang. Kläre diesen Punkt vor einer technischen Übergabe, damit beide Seiten mit derselben Ausgangslage arbeiten.
Nächster Schritt: Wechsel mit einer Bestandsaufnahme vorbereiten
Du möchtest die Betreuung neu aufstellen? Wir besprechen dein Angebot, deine Zielkunden und die bisherigen Ergebnisse. Unsere Google-Ads-Betreuung für B2B verbindet Strategie, Kampagnen und Auswertung; den passenden Umfang legen wir gemeinsam fest.
Für eine erste Einschätzung kannst du einen kostenfreien Werbekonto-Audit anfragen. Beschreibe dabei kurz, warum du über einen Wechsel nachdenkst und welche Kontozugriffe vorhanden sind. So beginnt das Gespräch mit den Fragen, die für deinen Betrieb tatsächlich wichtig sind.
